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Festspielblog

Bauchkribbeln vor Probenbeginn

Schauspielerin Kristin Scheinhütte erstmals bei den Domfestspielen

In ihrem letzten Studienjahr haben sich Kristin Scheinhütte und Achim Lenz kennengelernt. Der Kontakt zwischen Schauspielstudentin und Dozent ist auch danach erhalten geblieben.

Kristin Scheinhütte 2In seiner ersten Spielzeit als Intendant holt Lenz seine ehemalige Studentin nun für zwei Hauptrollen nach Bad Gandersheim: einmal als Luise in „Kabale und Liebe“ und als die kleine Hexe im gleichnamigen Kinder- und Familienstück. 

„Ich finde zurzeit alles aufregend, was mit den Domfestspielen zu tun hat. Ich habe jetzt schon richtig Bauchkribbeln, wenn ich daran denke, dass es in weniger als zwei Wochen mit den Proben losgeht“, freut sich Kristin Scheinhütte. Gerade sei sie dabei, sich intensiv auf ihre Rollen vorzubereiten. Die Texte liefern ihr zwar viele Informationen über die Figuren, aber ihren Rollen gebe sie auch immer ein Stück von sich selbst: „Ich stelle den Figuren meinen Körper, meine Stimme und meine Emotionen zur Verfügung“.

Besonders Friedrich Schillers Schauspiel „Kabale und Liebe“ hat es Scheinhütte angetan. „Mich fasziniert es, dass man die Liebesgeschichte von Ferdinand und Luise auch heute noch auf der Bühne erzählen kann, obwohl sie eigentlich sehr klar in der adelig-bürgerlichen Welt des 18. Jahrhunderts verwurzelt ist“.  Eine Liebe, die nur aufgrund äußerlicher Umstände unerfüllt bleibt, sei einfach unglaublich tragisch. „Es berührt mich jedes Mal aufs Neue, wenn am Ende des Stückes alles zusammenbricht, weil die Kommunikation zwischen den Menschen nicht klappt“, gesteht Scheinhütte. Das sei ja beispielsweise auch das große Problem bei „Romeo und Julia“, der wohl größten Liebesgeschichte aller Zeiten. „Kabale und Liebe“ ist laut Scheinhütte ein tolles Stück über universelle, menschliche Themen wie Verrat, Intrigen, Missverständnisse, Intoleranz, Engstirnigkeit, Machtgier – aber vor allem natürlich die Liebe. „Ich bin mir sicher, dass wir einen energiegeladenen, berührenden Abend auf die Bühne bringen werden, den man nicht verpassen sollte“, freut sich Kristin Scheinhütte auf die Premiere am 16. Juni.  

Zum zweiten Stück, in dem Kristin Scheinhütte die Hauptrolle spielt, hat sie eine ganz besondere Verbindung: „Die kleine Hexe ist eine meiner absoluten Lieblingsgeschichten aus meiner Kindheit. Ich konnte das Hörspiel quasi rückwärts auswendig“. Wer also Lust auf viel Witz, Spielfreude und eine wundervolle Geschichte hat, der sollte sich „Die kleine Hexe“ auf keinen Fall entgehen lassen. Premiere ist am 04. Juni. 

Karten für die beiden Stücke und weitere Informationen, auch zu den anderen Inszenierungen in der Spielzeit vom 04. Juni bis 30. Juli, gibt es telefonisch unter 05382/73-777 und im Internet unter www.gandersheimer-domfestspiele.de

Zur Person:

Kristin Scheinhütte, geboren 1989 in Lübbecke, absolvierte ab 2009 ihr Studium an der Folkwang Universität der Künste in Essen. Für ihre Artist Diploma-Produktion „time/life/waste“ wurde sie 2013 mit dem Folkwang-Preis Darstellende Kunst ausgezeichnet. Seitdem arbeitet sie als freischaffende Schauspielerin, Performerin und Theatermacherin. 2014/15 absolvierte sie als Stipendiatin der Kunststiftung NRW das SITI Conservatory bei der SITI Company in New York. Zuletzt war sie unter anderem am Hessischen Landestheater Marburg in „Ali Baba und die 40 Räuber“ und am Schauspielhaus Bochum in „Moondog“ zu sehen.

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