DFS Logo

Festspielblog

Goethe-Institut besucht Domfestspiele

Theaterpädagogin bietet „Kabale und Liebe“-Workshop für Lehrer aus zehn Nationen an 

blog09
Theater kennt weder Landesgrenzen, Sprachbarrieren noch Berührungsängste: Das wurde jetzt bei den Gandersheimer Domfestspielen deutlich. Dort waren 18 Grundschullehrer aus Latein- und Mittelamerika, der Türkei, Ägypten, Bulgarien und weiteren osteuropäischen Ländern, die in ihrem Heimatland „Deutsch als Fremdsprache“ unterrichten, zu Gast. Sie nehmen derzeit alle einem zweiwöchigen Austausch des Goethe-Instituts in Göttingen teil und haben in diesem Rahmen eines der vielen theaterpädagogischen Angebote der Gandersheimer Domfestspiele für sich entdeckt: Die Vorbereitungs-Workshops für einen Theaterbesuch. Als Deutschlehrer haben sie sich natürlich für den Schiller-Klassiker „Kabale und Liebe“ entschieden.
 
Die Stimmung während des Workshops war von Anfang an super, es wurde gelacht und alle hatten viel Spaß an den sprachlich-kreativen und schauspielerischen Übungen, welche Indra Schiller, Theaterpädagogin der Gandersheimer Domfestspiele, speziell für diesen Besuch zusammengestellt hatte. In mehreren kleinen Einheiten wurde der Stoff des Stückes erarbeitet: Wer liebt wen? In welchen Beziehungen stehen die einzelnen Figuren zueinander? Was ist das besondere an der Bad Gandersheimer Inszenierung von Regisseur Achim Lenz? Viele Fragen, die alle beantwortet werden konnten und gleichzeitig die Neugier auf die Vorstellung steigen ließen. Für Theaterpädagogin Indra Schiller war ein so international besetzter Workshop eine ganz neue Erfahrung: „Es war einfach super. Ich bin überrascht, wie offen alle waren und wie toll alle mitgemacht haben“.
 
blog10
Und wie das so ist, wenn Grundschulpädagogen auf Theaterprädogen treffen: Es wurde sich im Anschluss auch noch intensiv über didaktische und methodische Ansätze der Wissensvermittlung ausgetauscht. Die von Indra Schiller anwandten „Techniken“ fanden die ausländischen Lehrer sehr spannend und so haben sie sich von der Domfestspiel-Theaterpädagogin einiges abgeguckt, was sie zukünftig in ihren eigenen Unterricht in ihrem Heimatland einfließen lassen wollen. 
 
Nach dem Workshop standen noch eine kleine Backstage-Tour durch den Bühnenbereich und ein Treffen mit dem Intendanten Achim Lenz auf dem Programm, welcher den Lehrern die Besonderheiten des Freilichttheaters erläuterte. Eine dieser Besonderheiten konnten die internationalen Gäste dann gleich selbst miterleben: Der zum Schluss vorgesehene Besuch der Vorstellung von „Kabele und Liebe“ ist nämlich wegen eines Unwetters vorzeitig abgesagt worden. Da das Interesse an dem Stück, gerade durch den Vorbereitungs-Workshop, aber so groß ist, kommen die Austauschlehrer in den nächsten Tagen wieder zu den Domfestspielen, um sich als krönenden Abschluss doch noch eine Vorstellung von „Kabale und Liebe“ in dieser Spielzeit anzusehen.
 
Hintergrund:
Das neu geschaffene theaterpädagogische Angebot der Gandersheimer Domfestspiele ist sehr umfangreich und reicht vom Jugendtheaterclub „DOMinos“ über einen Theaterchorclub „ExtraEnsemble“ für Erwachsene und das Jugendtheater-Festival „Theatervirus“ bis hin zu theaterpädagogischen Angeboten für Schulen und Kindergarten und Spezialisten-Workshops zur Fortbildung von Lehrern und pädagogischen Fachkräften. Und das nicht nur während der Festspielzeit. Die theaterpädagogischen Angebote können das ganze Jahr über von Interessierten in Anspruch genommen werden. Anfragen zur Theaterpädagogik nimmt Indra Schiller gerne entgegen.

BaGa logo

© 2018 Gandersheimer Domfestspiele